Gaspreisentwicklung 2013: Stark steigende Gaspreise

6. November 2012 11:26 0 Kommentare Views: 882

Im Jahr 2013 werden sich nicht nur die Strompreise, sondern auch die Gaspreise beträchtlich erhöhen. Somit sind es die Verbraucher, die die Mehrkosten für die Energiewende zahlen. Schuld daran sind vor allem die Netzgebühren, die im Gaspreis enthalten sind.

Mit 35 Euro Mehrkosten im Monat ist 2013 zu rechnen

© N-Media-Images – Fotolia.com

Zum Jahreswechsel ist mit einem Anstieg von rund 10 Prozent bei den Gaspreisen zu rechnen. Private Verbraucher, die auf einen Verbrauch von jährlich 20.000 Kilowattstunden kommen, müssen sich auf etwa 35 Euro Mehrkosten einstellen. Außerdem steigen mit dem neuen Jahr die Gastransportgebühren um bis zu 35 Prozent. Auch diese werden die Konzerne wohl versuchen den Energiekunden in Rechnung zu stellen. Die beschlossene Energiewende bringt also nicht nur Positives. Finanziell kommt einiges auf die Verbraucher zu. Es sind die Endverbraucher, die nun die Mindereinnahmen aufgrund der Energiewende durch Mehrkosten für den Netzbetrieb ausgleichen müssen. Denn mit dem Rückgang der fossilen Kraftwerke reduzieren sich für die Konzerne zwangsläufig auch die Gewinne daraus. Dies dürfte manchen Gasanbietern ein erhebliches Loch in ihren Finanzbüchern bescheren. Aber nicht nur die Endverbraucher sind abhängig von lebenswichtigem Gas und Strom für ihren Haushalt. Auch die einzelnen Energieanbieter stehen seit geraumer Zeit in einem starken Konkurrenzkampf untereinander. Konzerne, die die Endverbraucher schlecht behandeln, indem sie ihnen Mehrkosten auferlegen, könnten ihre Kunden also auch verlieren.

Neue Gaspreise werden im November offiziell bekanntgegeben

Zum jetzigen Zeitpunkt können die zusätzlichen Kosten, die auf die Gasverbraucher demnächst zukommen, nur geschätzt werden. Sämtliche Versorger sind verpflichtet, bis spätestens Mitte November 2012 die genauen Gaspreise bekanntzugeben. Erst dann wird genau zu sehen sein, welcher Konzern tatsächlich welche Kosten in welcher Höhe auf die Verbraucher abwälzt. Nicht zuletzt ist dies auch eine Frage der Gasbeschaffungspreise der einzelnen Anbieter, die recht unterschiedlich sein können. Denn dauerhafte Verträge für die Gasbeschaffung führen zu höheren Kosten als billig auf dem Spotmarkt beschafftes Gas.

Verbraucher sollten Gasangebote genau prüfen

Die Gaspreissteigerungen zum Jahreswechsel fallen also unterschiedlich aus, je nach dem von welchem Anbieter der jeweilige Verbraucher seine Energie bezieht. Von einem eher geringen Anstieg bis zu einem sehr erheblichem Preiszuschlag ist hier alles möglich. Ein Wechsel des Gasanbieters könnte also demnächst für manche Kunden in Frage kommen. Dadurch kann – bei genauer Berechnung und Beachtung des Kleingedruckten – im Einzelfall einiges an Geld gespart werden. Ein Gasvergleich anhand des persönlichen Verbrauches und der aktuellen Preise der Anbieter lohnt sich allemal. So sind den Verbrauchern also nicht ganz die Hände gebunden.

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